Tag 1

Verabschiedung vom Völkerschlachtdenkmal in Lepzig

Napoleon ist von der Mittelmeerinsel Elba geflohen und hat

wieder die Macht in Frankreich an sich gerissen. Zur Verstärkung der alliierten Truppen am Niederrhein erhielten auch wir den Marschbefehl Richtung Westen. Nach einem tränenreichen Abschied von unseren Liebsten in Leipzig zogen wir aus der Stadt. Nicht aber, ohne das Körnerhaus in Großzschocher besucht zu haben.

Dort wurden wir von unseren Lützower-Kameraden vom Bürger- und Förderverein Körnerhaus Großzschocher e.V. empfangen. Nach einer Besichtigung des Hauses mit Theodor Körners Versteck, den Arrestmalereien und der Ausstellung ging es weiter.


Tag 1 8.05.2015

Vom Völkerschlachtdenkmal nach Bad Dürrenberg, 30,4 km 


Über die Orte Markranstädt, Großlehna und Rampitz näherten wir uns dem Ziel des ersten Marschtages. Dies war die kleine beschauliche Salzsiederstadt Bad Dürrenberg. Die patriotischen Einwohner bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Hier fanden wir ein gastfreundliches Quartier beim örtlichen Schornsteinfegermeister mit hervorragender Verpflegung.


2.Tag, 19.05.2015

Von Bad Dürrenberg nach Gleina, 31,2 Kilometer 

Nach einem ausgiebigen Frühstück und Optimierung der

Ausrüstung führte unser Weg über die Ortschaften Spergau, Großkayna, Leiha (Rossbach) nach Branderoda. Hier kehrten wir im Wirtshaus "Drei Linden" ein. Nach einem kühlen Getränk machten wir uns auf den Weg über Baumersroda nach Gleina. Hier fanden wir festes Quartier bei einer sehr netten niederländischen Familie.

Status: Blasen am Fuß haben sich geöffnet bei Mike und mir.

Höllische Rückenschmerzen und schmerzhafte Schultern. Wir sind kein schöner Anblick.


3.Tag, 20.05.2015

Von Gleina nach Bachra, 33 km

Nach Verabschiedung bei unseren Gastgebern in Gleina haben wir die Unstrut bei Burgscheidungen überquert. Vor Thalwinkel hat ein LKW die halbe Straße gesperrt nur um von uns ein Foto zu machen. Nach zügigen 13 Kilometer insgesamt, längere Pause in Bad Bibra. Nach Beendigung der Pause haben wir die ersten Steigungen erklommen. Gepumpt wie ein Maikäfer inklusive Schnappatmung. In Bachra lässt ein Imbissbesitzer uns in seinem Imbiss übernachten. Darüber sind wir dankbar da die Nacht recht kühl und feucht ist. Status: Noch mehr Blasen am Fuß.


4.Tag, 21.05.2015

Von Bachra nach Werningshausen, 30 km

2 km nach Verlassen der Ortschaft Bachra habe ich mir den

Knöchel verstaucht. Somit lief der Tag besonders gut. In Kölleda hab ich den Fuß bandagiert, danach lief es einigermaßen besser. Unser Weg verlief weiter über Sömmerda, Schallenburg nach Werningshausen. Wir hofften auf eine Herberge

im Kloster wurden aber freundlich und bestimmt, mit dem Verweis auf eine ortsansässige Pension abgewiesen. Mike möchte sich hiermit bei den zwei kompetenten Damen von der Physiotherapie Sandra Steffens aus Halle/Ammendorf bedanken. Das Knie hält und macht keine Probleme.


5.Tag, 22.05.2015

Von Werningshausen nach Zimmern (Bad Langensalza), 35 km

Nach einem kräftigen Frühstück suchten wir unseren Weg

entlang der Unstrut. In dieser wunderschönen Natur abseits des Straßenverkehrs, öffneten sich zum ersten Mal die Sinne für die Natur. Mit Erreichen des Ortes Herbsleben legten wir unsere Pause ein. Mike erfuhr beim Proviant holen das Napoleon nach der Schlacht bei Leipzig durch einen der Nachbarorte gezogen ist.

Nach weiteren 10 km am Unstruttal legten wir die nächste Pause in der Schänke Unstrutblick ein. Diese Pause war nötig da ich ziemlich fertig war. Nach einem regen Austausch über Geschichte mit zwei Pärchen ging es gestärkt weiter nach Zimmern. Sehr spät gegen 20:30 erreichten wir unser Tagesziel. Bei dem Kameraden Karl von der Kavallerie fanden wir Unterkunft. Danke dafür.

In Bad Langensalza hatten wir an einer Tankstelle den selben

Gedanken: "Der Sprit ist hier so günstig und wir beide .... laufen".


6.Tag, 23.05.2015

Von Zimmern (Bad Langensalza) nach Berka vor dem Hainich, 21 km

Durch das Naturschutzgebiet HAINICH am Baumkronenpfad

vorbei, kehrten wir am Craulaer Kreutz in einer urigen Hütte mit Alpenflair

ein. Von dort schleppten wir uns bis 1,5 km vor Berka. Hier gesellten wir uns

zu zwei älteren Pärchen, die anfingen uns reichlich mit Kuchen und Kaffee zu

bewirten. Es entwickelte sich ein angeregtes, interessantes Gespräch über

Geschichte und die Region. Die paar Höhenmeter, die wir überwunden haben,

zehren aufgrund des bis zu 30 kg schweren Marschgepäckes ganz schön an unseren

Kräften. Daher haben wir heute nur 21 km erreicht. Davon hat uns 1 km dem Ziel

nicht näher gebracht. Wir sind an diesem Tag jede menge Interessierten

Wanderern begegnet. Diesen mussten wir Rede und Antwort stehen, nach dem woher,

wohin und warum. Ab heute die 3 W. Vielen Dank für die kleine Spende, der

Requirirungsschein ist noch im Druck.... Nach viel hin- und herlaufen in Berka

haben wir einen Schlafplatz gefunden.

Spruch des Tages, "ein bißchen Spaß muß sein, sonst

kommt keiner zur Beerdigung"


7.Tag, 24.05.2015

Berka vor dem Hainich

Gestern Abend musste ich eine für mich schwerwiegende

Entscheidung treffen. Aufgrund der Verletzungen, die ich mir nach Bachra

zugezogen habe, fing gestern auch noch die Achillessehne an sich zu melden.

Hiermit unterbreche ich die Tour. In 4 bis 5 Tagen, nach dem ich aus dem

Feldlazarett entlassen werde, stoße ich wieder zu Mike, der den Weg vorerst

alleine zurücklegen muss.

BERICHT von Mike:

Von Berka vor dem Hainich nach Obersuhl (Wildek), 34 km

Leider musste ich heute meinen Kameraden im Feldlazarett lassen,

wo er von der langhaarigen Krankenschwester Peter gepflegt wird. Nach Übergabe

der Friedenskugel durch Christian am mich habe ich ohne meinen Kameraden Berka

verlassen müssen. Diese Friedenskugel haben unsere österreichischen Kameraden

uns mit auf den Weg gegeben. Sie stammt vom Schlachtfeld bei Leipzig. Über

Beterode, Neukirchen, Madelungen Krauthausen, Hörschel (dem Tor zum Rennsteig)

bis Lauchröder führte mich mein Weg. Hier wurde ich von einer polnischen

Familie mit Proviant versorgt (mit Buchweizen meinem Leibgericht). Frage: Was

ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten? ... falsch! Es ist keine

Gerade sondern ein Berg. Ich habe 3 km gewonnen und 1 Liter Schweiß dadurch

verloren. Lutzberg links liegen lassend geht es weiter auf Gerstungen. Auf dem

Weg stellte ich mich ein paar Leuten als Jäger Lüttich vor. "Ach du bist

auch Jäger" war die überraschende Antwort. Es stellte sich heraus, dass

jene Personen Jäger sind. Sofort wurde ich mit Wurst, Käse und Bier versorgt.

Nach einer interessanten Unterhaltung legte ich meinen Weg fort. Von Gerstungen

nach Untersuhl und hinter Obersuhl baute ich das Biwak auf.


8.Tag, 25.05.2015

Von Obersuhl nach Asbach (Bad Hersfeld), 34 km

5.15 Uhr wurde ich durch die wunderschöne Natur geweckt.

Über Großensee marschierte ich nach Kleinensee und nahm hier mein Frühstück

ein. Es folgte ein an den Kräften zehrender Aufstieg nach Friedewakd, wo ich

mich erst einmal zur Erholung nieder lies. Ich sendete meine erste Brieftaube

zu Christian um ihn von meinen Erlebnissen zu berichten. Über einen leicht

abschüssigen Radweg, der sehr erholsam war ging es weiter über Bad Hersfeld,

bis zu der kleinen Ortschaft Asbach. Unter dem Vordach der Sängerhütte fand ich

mein Nachtquartier, welches mich vor dem mittlerweile 3. Regenschauer schützte.

Den ersten dieser Regenschauer habe ich bei einer warmen Mahlzeit ausgesessen.

Vor dem zweiten schützte mich meine Zeltplane.


9.Tag, 26.05.2015

Von Asbach nach Ottrau, 30 km

Ca. 7.45 Uhr aufgewacht, Frühstück und Sachen gepackt. 9.00

Uhr in Richtung Kirchhain abmarschiert. Den Übergang über die Autobahn sofort

gefunden und genommen. Sehr zuversichtlich ging ich weiter auf Kirchhein zu.

Mann soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aus geplanten 3 km wurden?

Richtig, 9 km!!! Ich habe mich im Wald vollkommen verfranzt. Nach kurzer Rast

bei Kirchhain, wollte ich die Kilometer wieder aufholen. Ich machte aus einer

Weglänge von 8 km ganze 11 km, ohne meinem Ziel näher zu kommen. In Oberaula

machte ich, völlig demotiviert und fertig, eine längere Rast. Da ich doch sehr

mit mir zu kämpfen hatte, half dies ein wenig. Danach ging es über Hausen nach

Weißenborn. Dies war ein mörderischer Anstieg den ich nur sehr langsam

bewältigen konnte. Weiter bis Ottrau, wo ich Wasser fasste und noch einmal 12%

Steigung bis Ortsausgang zurücklegte und das Nachtlager aufschlug. Von den

gelaufenen 30 km waren es effektiv 21 km. Ich hätte heute Morgen im Bett

bleiben sollen.


10.Tag, 27.05.2015

Von Ottrau nach Speckswinkel, 27 km

Ca. 7.15 Uhr durch ein paar Piepmätze, die gerade flügge

werden (erste Flugversuche) aufgewacht. Ab 8.15 Uhr bei etwas frischen

Temperaturen über Immichenhain nach Schrecksbach abmarschiert. Dort 2.

Frühstück eingenommen und erfahren, dass es eine Abkürzung nach Metzhausen

gibt. Trotz der Erfahrungen mit Abkürzungen in den letzten Tagen habe ich es

gewagt diese zu nehmen. Ha, es gelang. In Metzhausen traf ich auf meinen

Höhepunkt des Tages: "Marianne". Sie sprach mich mit den Worten an:

"Endlich mal ein Individualist." Das ist schon ein wenig komisch,

wenn man bedenkt, daß ich in Uniform bin und diese nicht gerade ein Zeichen für

Individualität ist. Sie war sehr interessiert nach dem woher und wohin. Wir

streiften auch andere Themen wie die 68er, Meditation, laufen allgemein, bis

hin zum speziellen laufen im Zen-Buddhismus. Auf meinem weiteren Weg wünschte

sie mir alles Gute und ich solle immer dahin schauen wo ich meinen nächsten Fuß

hinsetze. Von Merzhausen ging es über Willingshausen nach Neustadt in Hessen.

Einer Stadt mit schöner erhaltener Fachwerksubstanz. Ganz entspannt ging es mit

einer kurzen Pause nach Speckswinkel. Am Ortsausgang nächtigte ich bei dem

Gemeindefesthaus. Dieser Tag entschädigte mich im Ausgleich für gestern.

Trotzdem freue ich mich auf morgen, wenn ich in Rauschenberg wieder auf

Christian treffe und meine Klamotten wieder ein wenig in Fasson bringen kann.

Spruch des Tages - Zitat von Marianne: "Bleib ein Wandervogel".


11.Tag, 28.05.2015

Von Speckswinkel nach Rauschenberg, 15 km

6.15 Uhr Wecken durch die Natur, Abmarsch 6.45 Uhr ohne

Frühstück über Erksdorf, nach Emsdorf. In der ortsansässigen Metzgerei habe ich

mein Frühstück eingenommen. Eine Angestellte fragte ich nach dem Weg. Dabei

erfuhr ich, dass Ihre Tochter in Leipzig den Beruf des Bierbrauer's erlernt. Es

waren nur noch 8 km bis nach Rauschenberg, wo ich 11.30 Uhr ankam und einen

halben Tag Rast einlegte. Hier traf ich Christian wieder, der sich bei Peter,

einem Kamerad der KGL, von seiner Verletzung erholen konnte. Neben der Pflege

der Ausrüstung und des eigenen geschundenen Körpers erfolgte noch ein

intensives Kartenstudium, um die nächste Etappe bis zu Christian, ebenfalls

einem Kamerad der KGL, abzustimmen. Nach einem kräftigen Abendmahl ließen wir

den Abend bei den Erzählungen der letzten Ereignisse ausklingen.


12.Tag, 29.05.2015

Von Rauschenberg nach Gladenbach-Weitershausen, 27 km

Wecken gegen 7.45 Uhr (leider nicht durch die Natur). Nach

dem Frühstück ging es 10 Uhr von Rauschenberg über Zettrichhausen, Anzefahr auf

dem Radweg nach Bürgeln. In Cölbe machte ich 13.30 Uhr, bei einer Tasse Kaffee

und einem Plausch mit der Bevölkerung, eine Pause. Ab 14.30 Uhr Weitermarsch

über Berg nach Michelbach. In Caldern kurz vor Ladenschluss noch eine

Kaffeepause gemacht. Diese habe ich mir auch verdient, da ich seit Cölbe im

ständigen Nieselregen marschiert bin. Während meiner Pause kam ich mit einer

Frau und Ihren Sohn ins Gespräch. Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er sehr

sportlich. Sie erzählte mir ein wenig aus der Geschichte des damaligen Klosters

und zeigte auch die so genannte „Pforte zum Paradies“ - so wird der damalige

Klostergarten genannt. Heute habe ich zum ersten mal in meinem Leben einen

Feuersalamander gesehen, aber eh ich meinen Schnellzeichner aus der Tasche

hatte war er schon weg. Schadeeee. PS: Christian muß vorerst noch in der Obhut

von Schwester Peter bleiben. Es bringt nichts, wenn er zu zeitig wieder

einsteigt und dann komplett ausfällt.

Spruch des Tages: „Ich habe die Pforte zum Paradies

durchschritten!“


7. bis 12. Tag, Feldlazarett zu Rauschenberg

Nach dem ich in Berka vor dem Hainich meinen Kameraden

schweren Herzens verabschieden musste, wurde ich nach Rauschenberg im Landkreis

Marburg-Biedenkopf verlegt. Hier kam ich zur Pflege bei Birgit und Peter. Die

ersten Wunden und Schwellungen wurden versorgt, die Ausrüstung gepflegt und verbessert.

Um nicht den ganzen Tag herum zu hängen, stand Kultur und Geschichte der Region

auf dem Programm - alles, was die Füße nicht zu sehr anstrengt. Zum einen

schaute ich mir die Brücker Mühle bei Amöneburg an. Hier fand am 21.09.1762

eine der letzten Schlachten des Siebenjährigen Krieges statt. Das Museum zu

dieser Schlacht habe ich auch noch besichtigt. Das Marburger Schloss durfte

auch nicht fehlen. Unter anderem erkundete ich einen historisch erhaltenen Teil

der alten Heerstraße Paris-Berlin aus Napoleons Zeit. Diese verlief durch den

Marburg-Bidenkopf-Kreis. Am Dienstag, den 26.05., stellte ich mich beim

Stationsarzt vor und konnte gerade noch die Amputation des Fußes vermeiden. Ne

Spritze hat es auch getan. Ein weiterer Arzt-Besuch am Freitag hatte dasselbe

Ergebnis, eine Spritze. Nachdem ich auch noch die halbe Apotheke leer gekauft

habe, fühle ich mich soweit fit, am Sonntag den Marsch wieder aufzunehmen. Ich

möchte mich hiermit noch einmal bei Birgit und Peter für die Aufnahme und

Pflege bedanken. Ihre Güte und Gastfreundschaft ist sensationell!


13.Tag, 30.05.2015

Von Gladenbach-Weitershausen nach Nanzenbach, 30 km

6.45 Uhr von der Sonne wach gekitzelt. Im Sonnenschein

zusammengepackt, im Regen gefrühstückt - da ich aufgegessen habe hörte es auf zu

regnen. 8.30 Uhr Abmarsch über Sinkershausen, Runzelhausen, Rachelhausen nach

Bottenhorn. Dort gab es neben einer Metzgerei auch einen Tante Emma Laden, wo

ich mich fürs Wochenende mit Proviant eindeckte. Als Bonus bekam ich noch 2

Tassen Kaffee gratis und ich wurde eingeladen auf Ihrer Bank zu verweilen und

mich zu erholen. Von dort bin ich über Wilhelmstein nach Hirzenhain Bahnhof. In

Hirzenhain machte ich Pause und setzte mich zu ein paar jungen Mädels. Weiter

nach Nanzenbach suchte ich den Schutz einer Grillhütte auf. Auf dem Weg dorthin

kam ich an einer Vogelschutzwarte vorbei. An dessen warmen Ofen konnte ich mich

aufwärmen und bei netter Gesellschaft ein Bier genießen. Nach weiterem

Kartenstudium mit Michael ging es weiter zur Grillhütte.


14.Tag, 31.05.2015

Von Nanzenbach nach Salzburg (Westerwaldkreis), 30 km

6.00 Uhr wurde Mike von Michael mit heißer Suppe und

schwarzen Tee geweckt. Nach der Morgentoilette an einer Quelle ging es zum

Frühsport auf den Heunstein (Ringburg aus dem 1. Jahrhundert). Über Stock und

Stein. Bergab ging es auf Dillenburg, dem Ursprung des Hauses von Oranien.

Pause im Dillenburger Schlosspark. Von dort durch die Altstadt auf den

Rothaarsteig bis zur Fuchskaute. In Breitscheid habe ich meinen wieder

genesenen Kameraden aufgesammelt und am Flugplatz Breitscheid habe ich mich für

den weiteren Marsch gestärkt. Unterwegs haben wir Heike mit ihren beiden Hunden

getroffen. Wir kamen mit ihr ins Gespräch und spontan bot sie uns eine

Unterkunft an. Da die Fuchskaute belegt war, nahmen wir ihr Angebot dankend an.

Nach dem wir den bisher höchsten Punkt dieser Reise erklommen hatten,

erreichten wir unser Ziel. SALZBURG. Nicht Österreich, sondern Westerwald.

Unsere Gastgeber waren an unserer Geschichte sehr interessiert und nach einem leckeren

Abendbrot entspann sich ein sehr interessantes Gespräch. Spruch von Mike:

Jubili Christian ist wieder hi.


15.Tag, 01.06.2015

Von Salzburg nach Laad (bei Hachenburg), 26 km

Nach dem sanften Wecken durch den Wecker nahmen wir ein

liebevoll vorbereitetes Frühstück ein. Während wir aßen, nähte unsere

Gastgeberin unsere zerschlissene Kleidung. Gegen 10.30 Uhr rückten wir ab.

Durch den schönen Westerwald verlief unser Weg entlang des Westerwaldsteig gen

Hachenburg. An der Hörhan-Hütte machten wir eine kurze Rast. Vorbei an

Stangenrod und Korb führte uns der Weg entlang der Nister. Die letzten

Kilometer vor Hachenburg waren sehr schweißtreibend und führten zu

Schnappatmung. Daher machten wir in der schönen Altstadt von Hachenburg eine

Rast von 1,5 Stunden. Nachdem wir unser Kartenmaterial aktualisiert hatten,

machten wir uns an die restlichen Kilometer. Wir wählten unseren Weg abseits

der Bundesstraße über Hütte, Niederhattert nach Laad. Unter dem Vordach einer

Grill-Hütte schlugen wir unser Lager auf.


16.Tag, 02.06.2015

Von Laad nach Krunkel, 25.3 km

7.00 Uhr geweckt durch die Natur und angefangen zu

frühstücken und zu packen. Wir warteten den Nieselregen ab und machten uns auf

den Weg. Über Walrod, Berode nach Steimel, wo wir eine Rast von 1,5 Stunden

machten. Nach einem deutschen Schnitzel in einer italienischen Pizzeria,

geführt von einer indischen Familie. Es fehlte nur noch der französische Wein.

Mit schmerzenden Füssen und Knie ging es weiter Berg auf Berg ab nach

Horhausen. Breitscheid (Döttersfeld), Pleckhausen durchquerten wir um nach

Horhausen zu kommen, wo wir an einer Eisdiele Pause machten und Mike sich ein

Eis bestellte. Auf der Suche nach einem Unterschlupf für die Nacht suchten wir

eine in der Karte verzeichnete Hütte auf. Wir mussten feststellen, das diese

nicht mehr existiert. Wir entschlossen uns, auf Krunkel zu marschieren um unser

Glück dort zu suchen. Wir wurden nicht enttäuscht. Wir kamen zu einem Gasthof.

Leider war dort geschlossene Gesellschaft. Was nun? Wir hatten zuvor einen

Namen bekomme, an den wir uns wenden sollten. PETER. Wir trafen Peter,

erklärten ihm unsere Situation, woher und wohin und er erklärte sich ohne zu

zögern bereit uns seinen Offenstall zur Verfügung zu stellen. Unsere Unterkunft

ist echter Luxus wie Ihr auf den Bildern sehen könnt. Peter war sehr traurig

das er zu einer Geburtstagsfeier eingeladen war, sonst hätte er uns mit zu sich

nach Hause genommen, um mit uns den ganzen Abend bis in die Nacht zu quatschen.


17.Tag, 03.06.2015

Von Krunkel nach Linz am Rhein, 21 km

7.00 Uhr aufstehen, frühstücken und bei fließenden Wasser

das Ritual der Morgentoilette vollzogen. 9.30 Uhr über Breitscheid, Bergab nach

Roßbach marschiert. In Roßbach haben wir mit viel Glück einen Bäcker gefunden,

bei dem wir auch eine Pause machten, um uns für den bevorstehenden Anstieg zu

rüsten. Nebenbei habe ich meine Blasen behandelt. Das werden noch ein paar

schöne Tage damit. Wie wir den Ort verlassen haben ging es mal wieder für 6 km

Bergauf. An der nächsten Schutzhütte machten wir Rast und schliefen ein wenig.

Jetzt ging es nur noch den Berg, den wir mit viel Schweiß gewonnen hatten,

wieder runter. Es war ein Hochgefühl endlich den Rhein zu sehen, "oh du

schöner, alter Vater Rhein". Auf dem Berkenhof in Linz, 2 km vor der

Fähre, fanden wir ein Dach über den Kopf. Morgen wird unser Kamerad Christian

V. zu uns stoßen und gemeinsam werden wir den Rhein überqueren.


18.Tag, 04.06.2015

Von Linz am Rhein nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, 23 km

7.00 Uhr geweckt, Sachen gepackt und zum Rhein marschiert.

Unterwegs beim Bäcker gehalten, um Frühstück zu fassen. Wir marschierten weiter

durch die wunderschöne Altstadt und waren, ein für die Passanten interessantes

Fotomotiv. Wir danken den Spendern, die uns mit der Heuer für den Fährmann

ausstatteten. Wir überquerten den Rhein und waren aufgrund der bisher

zurückgelegten Strecke frohen Mutes. Am anderen Ufer stieß unser Kamerad

Christian zu uns, mit dem wir die restlichen Kilometer bis Ligny gemeinsam

bewältigen werden. Richtig, wir sind 2 Christian von der KGL und ein Mike von

den Lützower Jägern. Im Sturmschritt mit mehreren Pausen und Erklärungen über

unser woher und wohin erreichten wir Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier konnten wir

wieder duschen, Sachen waschen und uns in der Altstadt bei historisch korrekten

Döner erholen. Die schönste Pause war an einer Tennisanlage, wo wir die schönen

Damen bei Ihrem Spiel beobachteten.


19.Tag, 05.06.2015

Von Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Stotzheim, 30 km

5.00 Uhr erstes mal Wecken, 5.30 Uhr zweiter Versuch mich zu

wecken. 6.30 Uhr nach einem schnellen Frühstück, abgerückt. Über Lantershofen,

Ringen, Vettelhoven bis Gelsdorf marschiert, wo wir für eine Stunde Pause

machten. Aus einer angebotenen Flasche Wasser, durch ein sehr freundliches und

interessiertes Ehepaar wurde ein komplettes Frühstück mit Apfelschorle, Radler

und belegten Broten, da sie von unserem Vorhaben begeistert waren. Vielen Dank

dafür. So gut wie wir den Tag begonnen haben ging er auch weiter. Selbst bei

den Handwerkszünften stießen wir auf großes Interesse und positive Resonanz.

Mit strammen Schritt, die lange Pause vor Augen marschierten, wir auf Rheinbach

zu. Kurz vor Rheinbach trafen wir Michaela und fragten sie, wo man sich erholen

und die Füße ins Wasser halten kann. Spontan nahm sie uns mit zu sich in den Garten,

bewirtete uns mit Wasser, Kaffee und Keksen. Nachdem wir uns akklimatisiert

hatten, fuhr ihr Vater schwere Geschütze auf und warf den Grill an. Es gab

Würstchen und Salat. Die Rheinländer überschütteten uns förmlich mit Ihrer

lieben Gastfreundschaft. Dafür erzählten wir unsere bisherigen Erlebnisse und

sie hörten uns gespannt zu. So schön und angenehm es auch war, wir mussten

weiter. Wir bedankten uns und nach kurzem Photoshooting marschierten wir bei 33

Crad weiter. Es ging nur schleppend voran. Aufgrund der Hitze und unserem

Kreislauf, der so langsam in den Keller ging, mussten wir kurz vorm Ziel noch

eine längere Pause einlegen. Gegen 22.30 Uhr richteten wir unsere Unterkunft an

einem Bach ein.

Spruch des Tages: "Du bist 29, wie niedlich..."


20.Tag, 06.06.2015

Von Stotzheim nach Blens (Hochheim), 28 km

Heute kamen mehrere Extreme zusammen. Nach dem wir gestern

erst gegen 22.00 bis 22.30 Uhr unser Nachtlager errichtet hatten, erwartete den

einen eine schlaflose, den anderen eine wenig Schlaf bringende Nacht. Kein

Licht mehr um Abzukochen und dann noch Gewitter mit starken Regen. Um 4.30 Uhr

war die Nacht schon vorbei. Ohne richtiges Frühstück ging es 5.30 Uhr bei

schwülem Wetter nach Blens an der Ruhr (Hochheim). Wir ließen dabei Euskirchen

rechts von uns liegen, gingen rechts an Billig vorbei, durch Wisskirchen nach

Enzen wo wir eine kurze Pause machten. Hier erfuhren wir, dass im nächsten Ort

ein Bäcker sei. Also auf nach Sinzenich. Hier machten wir fast 2 Stunden Pause,

bei lecker Kaffee und Kuchen. Klasse Frühstück, so zu sagen. Weiter über

Bürvenich, Vlatten nach Blens. Hier suchten wir unser Quartier auf einem Campingplatz.

Hier trafen wir uns mit Iris und ließen den Abend, nach einer wohltuenden

Dusche und Abendbrot, ausklingen.

Spruch des Tages: "Ich kann das Nachvollziehen. Nein,

kannst du nicht...."


21.Tag, 07.06.2015

Von Blens bis Eupen (Belgien), 38 km

5.00 Uhr wecken, aber erst 7.00 Uhr aufgebrochen, zu zweit.

Christian hatte das selbe Problem wie ich, Blasen und davon nicht zu wenig.

Nach dem seine sich entzündet haben traf er die richtige Entscheidung und brach

den Marsch ab. Gute Besserung wünschen wir Dir. Mike und ich verlegten über

Blens und einen schweren Anstieg nach Schmidt, wo wir unsere erste Pause

machten. Wir nahmen unser zweites Frühstück beim Bäcker ein und lernten Land

und Leute kennen, wie zb. Michaela. Sie ist Archaeologin, ihre letzte Arbeit,

für das Braunschweiger Museum, befaste sich mit der Napoleonischen Epoche. Nach

einer Stunde ging es weiter über Strauch nach Rollesbroich, wo wir zu Mittag

aßen und Mittagsschlaf hielten. Auch in diesem Ort lernten wir jemanden kennen,

der sich mit der Geschichte der Eifel beschäftigt und uns viel darüber

erzählte. Nach zwei Stunden ging es im selben gemütlichen Schritt Richtung

Grenze. Diese überschritten wir hinter dem Ort Roetgen und nahmen Kurs auf

unser Tagesziel. Dieses Ziel war eine Schutzhütte in dem Naturschutzgebiet

Venn. Nach dem wir die Hütte erreicht und alles abgelegt haben waren wir der

Mittelpunkt eines Mückenschwarms. Wir verlegten unseren Standort und innerhalb

von zwei Minuten waren wir wieder der Mittelpunkt des Mückenschwarms. Um nicht

vollständig gefressen zu werden, traten wir die Flucht nach vorne an und

verlegten die restlichen 6 km im Eilmarsch nach Eupen. (Ich hätte nie gedacht,

zu so später Stunde, mit den ganzen Füßen voller Blasen noch zu so einer

Leistung fähig zu sein). Auf einer Weide errichteten wir unser Nachtquartier.

Mir tun die Füße weh, gute Nacht.


22.Tag, 08.06.2015

Von Eupen nach Herve, 25 km

In dieser Nacht rächten sich bei mir die zusätzlichen

Kilometer vom Vortag. Meine Füße gaben kaum Ruhe und wolten mich nicht

einschlafen lassen. Nach dem uns 7.30 Uhr die Sonne wach gekitzelt hat,

marschierten wir 8.00 Uhr Richtung Innenstadt von Eupen ab. Erst sprachen wir

bei der Touristinfo vor, kauften neues Kartenmaterial und liesen uns ein wenig

die Geschichte von Eupen erklären. Diese Stadt war schon im Besitz von Spanien,

Österreich, Preussen, den Niederlanden und nun von Belgien. Somit ist es nicht

verwunderlich, dass die Einwohner mit vier Sprachen aufwachsen. Frühstück

nahmen wir zusammen mit Iris beim Bäcker ein. Nach dem wir das Frühstück nebst

Kartenstudium beendet hatten, trennten wir uns von Iris, die sich zum Zeltplatz

aufmachte. Wir hingegen, so weit uns die Füße tragen, marschierten Richtung

Verviers ab. In Baelen wandten wir uns nach Norden und liefen eine Weile

parallel der A3 und TGV Strecke. Selbige überquerten wir bei Elsaute. Weiter

nördlich fanden wir die Straße nach Liege, dieser folgten wir bis Battice, wo

wir endlich Pause machten und uns Fritten und 1 Bier reinzogen. In diesem

Imbiss konnten wir uns ein wenig in deutsch, englisch und Handzeichen mit einem

interessierten Belgier, über unser woher und wohin verständigen. Mit langsamen

Schritten ging es weiter nach Herve, wo wir auf eine abgeernteten Feld unser

heutiges Nachtquartier bezogen. Ich musste feststellen das mich meine Füße

schon wieder im Stich lassen, das auch noch so kurz vor dem Ziel. Ich werde

morgen und übermorgen pausieren und am Donnerstag das ganze wieder aufnehmen.

Der Tag, so kurz er auch war, war anstrengend und wir mussten uns jeden

Kilometer erkämpfen. Das ist wahrlich kein Spaziergang.

 


23.Tag, 09.06.2015

Von Herve nach Haneffe, 34 km

6.00 Uhr aufgewacht, Sachen gepackt und abmarschiert. Bei

der Texaco Tankstelle mit Iris verabredet und erstmal Frühstück eingenommen.

Sehr viele Kunden der Tankstelle haben sich für uns interessiert und Mike

erklärte unser woher und wohin. Für alle ist Waterloo ein großer Begriff und

sie staunten über unsere Leistung, nach dem sie erfuhren woher wir kommen.

Wieder einmal trennten sich unsere Wege. Mike nahm den Weg über Liege nach

Bierset und ich nach Oteppe um meinen Fuß zu kurieren. Damit werde ich die

nächsten Wochen noch viel Spaß haben. Nach der Fußpflege nutzte ich die Zeit um

meine zerschlissene Ausrüstung auf Vordermann zu bringen. Mike marschierte

unterdessen über Liege nach Bierset. Hier wollte er bei seiner

Lieblings-Pizzeria Rast machen, doch diese hatte geschlossen. So lies er sich 1

km weiter zur Rast nieder. Währenddessen erfuhr er von einem Gite (eine Art

Bauernhof, umgebaut um Touristen mit Selbstversorgung unterzubringen) bei

Haneffe. Nach 34 km erreichte und verbrachte Mike die Nacht in diesem Gite.


24.Tag, 10.06.2015

Von Haneffe nach Moxhe, 16 km

Nachdem Mike gestern zwangsläufig mehr Kilometer gelaufen

ist wie geplant, hat er sich heute früh beim Aufstehen und frühstücken viel

Zeit gelassen, so das er erst gegen 10:45 Uhr das Gite verließ. Da er sich mit

mir in Moxhe für den nächsten Tag verabredet hatte waren nur 16 Kilometer

zurückzulegen. Deshalb ging es im gemütlichen Sonntagsnachmittagspaziergängerschritt

von Douceel-Haneffe an Viemenes über Borlez, Les Waleffes, Tourinne nach

Braives. Dort trank er 2 Tassen Kaffee. Zuvor hatte Mike 1 Stunde Mittagsschlaf

in Tourinne. Dann waren es noch 5 Kilometer bis Moxhe, wie man später erfuhr

auf der alten Römerstr. die von Paris nach Köln führte. Teilstück ca. 27 km. In

Moxhe wollte er noch mal Wasser fassen. Daraus wurde dann ein Kaffetrinken,

Abendbrot, Duschen und Nachtquartier bei Jean-Michel und seiner freundlichen

Familie.


25.Tag, 11.06.2015

Von Moxhe nach Grand-Lees, 26 km

In Moxhe haben wir uns alle drei wieder zusammen gefunden.

Somit ging es im gemütlichen Schritt, wir haben ja nur noch 41 km bis Ligny, im

herlichen Sonnenschein ohne Schatten Richtung Grand-Lees. Die erste Pause machten

wir nach 7 km in Branchon. Weiter marschierten wir über Boneffe, Taviers bis

Noville-sur-Mehaigne. Hier ließen wir uns vor dem Bäcker nieder und nahmen

lecker Gebäck zu uns. Danach Ratzten wir ein wenig auf dem Bürgersteig vorm

Bäcker. Der nächste Ort den wir erreichten war Aische-en-Refail. In dieser

Ortschaft sah uns eine sehr nette Dame wie wir mit hängenden Köpfen

herumschlurften und bot uns Wasser und Sitzmöglichkeiten an. Nach einer halben

Stunde und gelungener Verständigung setzten wir unseren Weg fort. Wir kamen

nicht weit, 300 Meter weiter war eine Kneipe wo wir Kaffee, Radler und Bier

tranken. Eine dreiviertel Stunde später verlegten wir zum nächsten Ort,

Grand-Lees. Hier verabredeten wir uns mit Iris bei der Kirche im Ort. An der

Kneipe neben der Kirche kühlten wir uns noch einmal mit Bier ab. Hier lernten

wir Michel kennen der uns seinen Garten zur Übernachtung anbot. Dieses Angebot

konnten wir nicht ablehnen. Heute waren wir soweit das wir Mike im Wald

aussetzen, anbinden und zurücklassen wollten. Der Typ nervt. Spruch des Tages:

"Motivation durch Entsetzen"


26.Tag, 12.06.2015

Von Grand-Lees nach Ligny, 19 km

7.00 Uhr wurden wir durch das Wetter und einem kräftigen

"guten morgen Waterloo" geweckt. Es folgte eine angenehme Dusche bei

unserem Gastgeber und wir gingen an unser Frühstück. 9.00 Uhr brachen wir nach

Ligniy auf. Wir durchquerten Grand-Lees und gingen mit guter Laune auf Gembloux

zu. In diesem Ort machten wir längere Rast und nahmen Kaffee zu uns. Nebenbei

beobachteten wir die einheimische Bevölkerung. Nach einer dreiviertel Stunde

brachen wir wieder auf. Wir kamen nicht weit. An einem Imbiss holten wir uns

belegte Baguettes und verspeisten sie auf der Stelle bzw. auf dem Weg. Über

eine stillgelegte Bahnstrecke, genannt Ravel, marschierten wir mit kurzen

Pausen auf Sombreffe zu. In Sombreffe fanden wir die Ex-Frau unseren letzten

Gastgebers, bei der wir Wasser mit Zitrone und Bier bekamen. Wir tauschten uns

mit interessanten Gesprächen aus und bis auf Chris wollten wir in Ligny gar

nicht ankommen. Es half nichts, wir mussten seinem Drängeln nachgeben und mit

langsamen und verzögernden Schritten sowie Wehmut marschierten wir nach Ligny.

Wir bekamen einen herzlichen Empfang, Gratulation, Freibier und was zu Essen.

Die Resonanz der Leute war sensationell, fast jeder hat uns über Facebook und

unsere Internet-Seite verfolgt.